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E-Books - Wer schreibt, der bleibt

E-Books - Wer schreibt,  der bleibt Wenn die Statistiken stimmen, dann haben mehrere hunderttausend Menschen aus dem deutschsprachigen Raum eine fertige Geschichte aus eigener Feder in der Schublade. Und viele träumen davon, diese auch mal in gedruckter Form vorzufinden. Den wenigsten ist das aber vergönnt. Früher oder später drängt sich die Frage auf, wie das eigene Werk den Weg in die Öffentlichkeit finden kann. Eine Patentantwort gibt es nicht. Aber eine Möglichkeit bietet sich seit einiger Zeit: das E-Book. Wir erklären Ihnen, wie das funktionieren könnte.

Was Sie keinesfalls tun sollten
Im Internet kursieren immer wieder Links, die einladend mit „Verlag sucht Autoren“ beschriftet sind. Hier gilt in den meisten Fällen: Finger weg! Verlage suchen keine Autoren – Autoren suchen Verlage. Jeder seriöse Verlag erhält täglich Dutzende von Manuskripteinsendungen, aus denen er sich die Rosinen herauspicken kann. Und dann bleibt es doch immer wieder bei dem altbekannten Muster, dass mittlerweile bekannte Autoren vorwiegend aus dem angloamerikanischen Raum den Vortritt bekommen. Unbekannte Neulinge aus Deutschland und Österreich fallen meist hinten runter.
Warum? Der Grund ist einfach. Ein Verlag ist keine Wohlfahrtsorganisation und lebt von den erwirtschafteten Gewinnen. Die Produktion eines Buches, angefangen beim Lektorat bis hin zur Einbandgestaltung, Druck, Marketing-Maßnahmen und Vertrieb verschlingt einen Betrag, der für einen sehr guten Mittelklassewagen reicht. Und wer sich diese Mühe macht und so viel investiert, der will auch etwas verdienen. Verlage, die Autoren suchen, wollen auch verdienen. Allerdings nicht an den Umsätzen, die das Buch erwirtschaftet, sondern am Autor selbst. Solche Verlage sind sogenannte Druckkostenzuschuss-Verlage und mit größter Vorsicht zu genießen. Aus Sorge vor unerfreulicher Post diverser Rechtsanwaltskanzleien verzichtet der Autor dieses Artikels sicherheitshalber auf den Begriff „unseriös“.
Fakt ist: Diese Verlage nehmen jedes Manuskript, egal wie schlecht es ist. Der Autor fühlt sich gebauchpinselt, denn der positive Bescheid lobt das Manuskript in höchsten Tönen. Ein qualifiziertes Lektorat bleibt meist aus. Stattdessen wird das Manuskript als Buch gedruckt, der Autor trägt die Druckkosten. Meist flattert dann eine Rechnung über etliche tausend Euro ins Haus, oft begleitet von einigen hundert Exemplaren des eigenen Buches, die dann bis zum jüngsten Tag auf dem Dachboden verstauben.
Seriöse Verlage drucken ein Manuskript, wenn sie an einen wirtschaftlichen Erfolg glauben. Der Autor zahlt nichts, sondern bekommt Geld – die Tantiemen, die aus den Einnahmen resultieren. Und ein paar Frei-exemplare gibt es in der Regel obendrein.